Black Clouds & Silver Linings (Special Edition)


 
Ein Silberstreif erhellt den Horizont
• • • • •   (bewertet mit 5 von 5 Punkten)

Wenn Dream Theater ein neues Album aufnehmen, dann sind die Erwartungen von uns Fans natürlich wieder unermesslich hoch. Das ist für die Band natürlich keine unüberwindbare Hürde. Zumindest scheint es so. Die letzten Traum Theater Alben seit Six Degrees of Inner Turbulence waren nicht immer die Überflieger wie ihre Vorgänger, oftmals klangen sie zu steril, zu heavy oder zu vorhersehbar. Es ist jedoch auch hier anzumerken, dass das Niveau auch hier schwindelerregend hoch war. Wo also steht nun die neue Wundertüte Black Clouds & Silver Linings? Die Ankündigung von Mike Portnoy ein Album zu schreiben, welches nur epische Tracks beinhaltet legte die Messlatte sehr hoch. Und nun ist Black Clouds da! Es ist warm, Abwechselungsreich, verspielt, magisch, ja wunderbar! Ich hätte nie geglaubt, dass die Scheibe so gut werden würde. Sie beginnt brachial mit dem 16minüter A Nightmare to Remember, der grandios nach vorne prescht, als scheine die Band ihr Glück in der Flucht zu suchen. Es folgt diesem ersten Epos der Hit A Rite of Passage, ein tolle Hymne, mit super eingängigen Refrain, einen genialen Riff und einem Wahnsinns Petrucci-Solo. Danach wird es erst einmal ruhig. Wither ist eine kurzweilige und wunderschöne Ballade. Ihr auf den Fuß folgt The Shattered Fortess und schon das Intro lässt verkünden, dass es sich hier um die Fortsetzung der 12 Steps Suite von Mike Portnoy handelt. Zahlreiche Zitate zu den vorhergehenden Teilen schmücken den Song, lassen ihn nie langweilig werden und verlangen dem Hörer einiges ab. Dieser Song zündet erst nach mehrmaligem hören. Nach The Shattered Fortress folgt The Best of Times. Ein herzzerreißendes Lied von Mike Portnoy über den Tod seines Vaters. Man kann den Schmerz den Mike beim Tod seines Vaters empfunden hat wahrhaftig nachempfinden. Dennoch zeigt dieser Song auch den Weg nach vorne auf. Ein sehr emotionaler Song. Das Grande Finale des Albums stellt der knapp 20 Minuten lange Track The Count of Tuscany dar. Was dem Hörer hier geboten wird ist aller erste Sahne. Lange haben Dream Theater keinen so formidablen Longtrack mehr abgeliefert. Octavarium war zwar gleichfalls genial, kann aber im direkten Vergleich mit genanntem Song nicht mithalten. Einem sphärischem Intro folgt ein klasse Riff nach dem anderen bevor das Lied im Mittelpart ein mördermäßigen Synthiepart enthält. The Count of Tuscany endet mit einem bombastischen Finale und lässt einem mit weit aufgesperrten Mund zurück.
Dream Theater celebrieren auf ihrem neuen Album Progmetal aller erster Kajüte, kaum eine Band kommt auch nur Ansatzweise an die Jungs ran. Dass James LaBrie hier einen erstklassigen Job abliefert ist fast müßig zu erwähnen. Es gilt für alle Dream Theater Anbeter dieses Album zu kaufen und auch alle Progfans sollten das Ding im Schrank haben. Wenn man dann noch ein solch wertiges Package mit erstklassigen Coverversionen und instrumental Remixes der 6 Albumtracks erhält, dann muss man einfach zugreifen!
Eine Rezension von Patrick Wenderoth > Wutha-Farnroda
vom 1. Juli 2009
Kundenrezensionen:
45. Enttäuschend auf ganzer Linie
44. Konturenloser ProgMetal
43. ...allein es fehlt die Seele...
42. Ein Silberstreif erhellt den Horizont (die aktuell angezeigte Rezension)
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