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songs
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
lustig ist das. kaum steckt irgendwo ein neues dream-theater-album die nase aus dem boden, rufen wieder alle "götter". woher kommt dieser eigenartige wunsch nach anbetung und apotheose und heiligsprechung?
um es kurz zu mahen, denn hier stehen ohnehin schon genug abhandlungen in dream-theater-songlänge: für meine ohren ist das ihr am besten komponiertes und am besten ausbalanciertes album seit "awake". die songs sind tatsächlich songs, also von nachvollziehbaren melodien getragen, und nicht nur von technischer virtuosität. einige dieser melodien, vor allem im wunderbaren "the best of times", mit dem mike portnoy seinem vater nachruft, und im beeindruckend großen fantasy-kinofilm "the count of tuscany", sind herausragend gut. der refrain von "a rite of passage" ist sogar ein echter hit. und auch die gitarrenriffs haben hooklinequalität.w irklich schlecht ist hier allerdings kein einziger song - sie sind nur wieder einmal tendenziell zu lang. es gibt keinen vernünftigen grund, einen rocksong auf 19 minuten zu strecken.
die verschiedenen stile von dream theater - vom klassischen prog bis zum thrash - sind hier ohne schweißnarben wunderbar ineinander verarbeitet. james labrie singt wieder besonders gut, weil er nicht nur in seinen berühmt-berüchtigten höhen herumpresst, sondern auch seine besonders starke, herrlich lapidar klingende mittellage wieder im repertoire hat.
die erste zusatz-cd beinhaltet covers von rainbow, queen, dixie dreggs, zebra, king crimson und maiden. gespielt sind sie großartig, aber, es ist erstaunlich: sogar ein staatlich geprüfter spitzensänger wie james jabrie beißt sich an den vocals von freddie mercury, dio oder bruce dickinson die zunge ab.
fazit: ein sehr starkes statement, knapp fünf sterne.
Eine Rezension von guitar > wien
vom 30. Juni 2009 |